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Letztes

2010 in review


The stats helper monkeys at WordPress.com mulled over how this blog did in 2010, and here’s a high level summary of its overall blog health:

Healthy blog!

The Blog-Health-o-Meter™ reads Wow.

Crunchy numbers

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A Boeing 747-400 passenger jet can hold 416 passengers. This blog was viewed about 7,800 times in 2010. That’s about 19 full 747s.

In 2010, there were 36 new posts, not bad for the first year! There were 571 pictures uploaded, taking up a total of 134mb. That’s about 2 pictures per day.

The busiest day of the year was November 21st with 585 views. The most popular post that day was Game Over – Final Level reached.

Where did they come from?

The top referring sites in 2010 were facebook.com, couchsurfing.org, mail.live.com, WordPress Dashboard, and mail.aol.com.

Some visitors came searching, mostly for timbo goes america, timbo in amerika, timbo goes amerika, dies und jenes, and deine uroma.

Attractions in 2010

These are the posts and pages that got the most views in 2010.

1

Game Over – Final Level reached November 2010
2 comments

2

Quiz für die ganz Ausgefuchsten October 2010
3 comments

3

About May 2010
10 comments

4

Sleepless in Seattle September 2010
3 comments and 1 Like on WordPress.com,

5

Die Stadt die es nicht gibt October 2010
2 comments

Die kalten Dinge


oder: der Empfang ist ein wenig unterkühlt

Seit heute morgen kann ich mich wieder Deutscher nennen (ob das ein Vorteil ist?), doch der Empfang war ein wenig winterlicher als ich mir das erträumt hatte, das es kalt ist war zu erwarten, doch gleich so, dass der Kurztrip auf die Alb sich als wahres Schnee Abenteuer herausstellte, konnte auch keiner ahnen.

Nun, ich bin wieder im Deutschen Lande und werde wohl heute Abend ab in etwa 22 Uhr im Kohla in Reutlingen anzutreffen sein.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Game Over – Final Level reached


oder: doch erst nur der Anfang einer großen Reise – mit dem Titel
‘ Das Leben ‘

87 Tage unterwegs, noch 3 Tage dann werde ich offiziell von der Homeland Security als ‘illegal immigrant’ eingestuft, daher ist es wohl nun an der Zeit nach Hause zu kommen, doch wenn wir mal ehrlich sind, was ist ‘zu Hause’ – Familie – Freunde, sicher das ist ein wichtiger Teil der einem das Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit bietet, doch ich konnte feststellen, dass dies nicht allein das Gefühl von ‘zu Hause’ zu sein auslösen kann, auch die Offenherzigkeit von Menschen die man erst seit 5 Minuten kennt, die Gastfreundschaft von Fremden, die selbst nichts haben und doch alles geben, die Bekanntschaft von Unbekannten, die zu Freunden werden – dies alles ist auch ein Teil von ‘zu Hause’ – das eine ist nicht genug, doch ohne das andere ist es auch schwer zu Leben – so viel ist klar, dies war erst der Anfang einer langen Reise in der ich die unterschiedlichsten Kulturen und Menschen kennen gelernt habe, die unterschiedlichsten Transportmittel verwendet habe, die unterschiedlichsten Erfahrungen gemacht habe, die ich nun Rückblickend um nichts in der Welt missen möchte.
Sicherlich, ich habe auf dem Weg, welcher 3 Monate dauerte auch Sachen verloren oder gelassen, nicht nur 1 T-Shirt, 1 Shorts, 2 Hemden, 1 Paar Flip-Flops, diverse Boxershorts und Socken, meine neue Rip-Curl Short auf den Bahamas vergessen, meine Sennheiser Kopfhöhrer in San Diego gekauft und im Zug nach Atlanta verloren, aber auch die Angst vor Neuem, Unbekanntem, die Angst vor Ungewissem, Freunde? und Freundinnen? NEIN, ich habe gelernt mit Situationen um zu gehen, nicht das ich das nicht auch schon davor gekonnt habe, ich kann es nun sicherlich noch besser, ich weiß leider nicht mehr wer das zu mir sagte, aber jemand sagte mal zu mir: ‘Ich finde es erstaunlich wie du mit Rückschlägen umgehst, einfach nur Schulterzucken, lächeln und sagen weiter gehts’ – mein Weg war zugegebener weise auch nicht der schwerste und mir gelang es jede Situtation ohne Probleme zu überstehen und nach vorne zum Nächsten zu blicken und nun, nach 3 Monaten muss / kann ich zurück blicken auf einen WAHNSINNIG GEILEN Trip (entschuldigt die Wortwahl – mir fällt nichts passenderes ein).
Trotz den Dingen die ich verloren habe oder gerade wegen der Dinge die ich verloren habe, kann ich gestärkt und noch zuversichtlicher in die Zukunft blicken – ich bin gespannt darauf was die Welt für mich bereit hält und der nächste Trip ist schon in Planung (wenn auch bis dato nur ein Gedankenmodell;) )
Ein kleines Resumee:
Bis dato 11 Flüge (der 12. kommt in ein paar Stunden) und 25 Stunden in Flugzeugen, darunter in Propellermaschinen wie der Beechcraft 1900D, welche nur knapp 15 Passagiere fast und den großen Flugzeugen wie der Boeing 767 oder 737, mit einer Gesamtdistanz von 22300km.
8 Zugfahrten durch die gesamten Vereinigten Staaten von Amerika mit einer Gesamtdistanz von 8700km und 124 Stunden Fahrzeit davon 9 Stunden allein Verspätungen (das macht mehr als 1 Stunde pro Fahrt – wer mit Amtrak reisen will benötigt Zeit, Zeit die ich gerne und jederzeit wieder in Kaufe nehmen würde).
Mehrere Stunden in den verschiedensten Autos, wie z.b. unser Ford Escape, der uns für 2 Wochen treu zur Seite Stand (uns = Tobias, Michi, Sebastian und ich), der Jeep Wrangler von Steven, ‘mein’ Dogde Charger, der BMW von Mike, der Ford Ranger von Kevin, der Nissan Altima von Carolyn – alles zusammen sind bzw waren in etwa weitere 6800km.
Die unzähligen Stunden auf Fahrrädern in den großen Städten Amerikas, wie aber auch auf dem Lande in und um Indiana und natürlich nicht zu vergessen die vielen Stunden die ich zu Fuß unterwegs war oder die ich getramped habe.
Macht alles zusammen in etwa eine Distanz von 37800km +- 200km – also fast 1 Mal um den Äquator.

Oh Gott, der Text klingt furchtbar, glaub ich?!
Nunja, noch 1,5 Stunden dann gehts zum Flughafen!
Bis morgen früh!
Ach im übrigen 13.45 Uhr, das erste und nun wirklich letzte Bier auf amerikanischem Grund. Ein Dead Guy Ale aus dem State Oregon.
Good Night and Good Luck.


visited 12 states (24%)
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The very end


oder: einfach nur Atlanta

Mit mehr Glück als nur Verstand laufe ich wohl durch das Leben, am Zug einen netten Herren angesprochen und nach dem Weg gefragt, prompt eine Monatsfahrkarte für das örtliche Untergrund-Transport-Mittel in der Hand gehalten.
Wenig später hatte ich dann sogar noch eine Fahrgelegenheit von der Zugstation zum Hause von Carolyns Eltern.
Ich wurde äußerst herzlich aufgenommen, wie ich bisher nur auf meinem Trip empfangen wurde, offen und warmherzig und erstmal mit meinem Zimmer bekannt gemacht, welches glücklicherweise direkten Zugang zur Bar, zum Pool, zum Hottub und zum Billardtisch bietet (!), danach wurden mir ein paar Bier angeboten und ein leckeres Abendessen, den ersten Tag verbrachte ich dann damit zu ‘regenerieren’ und am zweiten Tag ging es los in Richtung Atlanta, eine nicht zu verachtende Stadt, ich bin ohne vor geprägte Erwartungshaltung an Atlanta herangetreten und diese Stadt ist wirklich schön, sie gleicht nicht einem New York oder Chicago, mit dich aufeinander gedrängten Häusern, sondern glänzt mit Grünflächen überall, doch auch hier möchte ich ein letztes Mal loswerden:
Bilder sollen sprechen und mehr als sonstige Worte liefern!

Und natürlich einen dicken Dank zu aller erst an Carolyn, welche mir ermöglichte hier zu wohnen und dann bei ihren Eltern selbst, welche überaus Gastfreundlich waren und den Vater der Familie habe ich gerade erst kennen gelernt, die ganze Familie war von Donnerstag Abend an bzw Freitag Abend unterwegs und sind erst gerade wieder zurück gekommen, daher war ich alleine im Haus und habe mich um Hund und Katze gekümmert und wir haben nun erst mal ein Bierchen getrunken (das wohl letzte Bier in Amerika, zumindest auf dem Boden)

Aber Schluss nun damit.

Always Coca-Cola


oder: ‘nur noch 25 Sorten, dann hab ich sie alle’

Atlanta, Stadt des Erfinders von Coca-Cola, Hauptsitz der Coca-Cola Company, ein Getränk welches im Jahre 1896 erfunden wurde, der Name Coca-Cola, kommt von den ursprünglichen Zutaten, des Koka-Blattes und der Kola-Nuss (beide Zutaten werden heute nicht mehr verwendet), doch ist das Rezept noch bis heute ein ungelöstes Rätsel und keiner weiß ganz genau was in welcher Menge in diesem Getränk steckt, es ist eines der am meisten geschützten Geheimnisse. Anfangs noch als Medizin angepriesen, später, um nicht mehr nur als Medizin verkauft werden zu können, als Erfrischungsgetränk weiter vermarktet.
Die Coca-Cola Company gilt zwar nicht als Erfinder des in rot gekleideten Weihnachtsmannes, doch aber waren sie die ersten die in den 30er Jahren den Weihnachtsmann in rot gekleidet haben und ihn als Werbefigur verwendeten (zuvor meist nur in brauner Robe gekleidet).

Die Welt von Coca-Cola offeriert einem nicht nur alle Getränke die der Konzern vermarktet, sondern auch eine direkt, vor den Augen der Besucher, abgefüllte Flasche und weitere Genüsse für Augen und Ohren, 4D-Filme usw.
Ein Besuch ist lohnenswert, wenn auch nicht ein jeder Magen die mehr als 60 verschiedenen Cola-Produkte der Welt verträgt und man ganz schön Durchhaltevermögen aufweisen muss.

Das Gute im Menschen


oder: nicht bei jedem

New Orleans, morgens um halb 5.
Ich habe es aufgegeben zu schlafen, bzw den Versuch erneut zu starten und beschlossen mich nun auf den Weg in Richtung Union Station New Orleans zu begeben.
Nach einer halben Stunde auf und ab konnte ich endlich ein Taxi erspähen, sein Seitenfenster war mit einem T-Shirt ausgekleidet, der Fahrer schlief, die 4 Taxen hinter ihm taten das selbe, ich wollte aber keinen Aufwecken, man weiß ja nie was passiert wenn man so einen schlafenden Taxi-Fahrerdrachen morgens in New Orleans weckt, daher wollte ich zu Taxi # 6 in der Reihe, der Fahrer war wach, meinte aber nur ich solle # 1 wecken, nun gut, geklopft und ein wilder kleiner Inder sprang auf schaute mich mit großen Augen an, meinte aber dann doch das er mich fährt. Losgefahren berichtete ich ihm, dass ich mit Kreditkarte zahle, was seine Stimmung in Ekstase stiegen lies und er mich am liebsten auf dem Freeway aussetzte, da dies wohl aber als Taxifahrer nicht so gut ankommt vor Gericht, beförderte er mich ohne Probleme zur Union Station, welche (zu meiner Überraschung) noch geschlossen war – klasse. Downtown, mittem im Nirgendwo, kein Mensch um mich herum (das war die Situation vor der mich alle davor gewarnt hatten – ‘wenn du dich in New Orleans befindest, achte darauf, dass du dich niemals in einer Gegend wiederfindest in der du nur ganz alleine bist), naja wird schon schief gehen und ging auch schief. 14h später war ich in Atlanta, ein kurzes Telefonat mit der Mutter von Carolyn und ich berichtete ihr das ich mich auf den Weg zu ihr mache.
2. Teil Atlanta:
Ich weiß nicht was es ist, dass ich immer wieder in diese Situationen gerade, in denen mir Menschen ihre Häuser, Essen, Trinken oder Fahrkarten anbieten, aber auf jeden Fall sprach ich mit einer Person vor der AmTrak Station und wollte von ihm nur wissen wie ich von hier zur U-Bahn Station komme, plötzlich waren wir mitten im Gespräch über Reisen und die amerikanischen NAVY-Seals und am Ende als wir uns verabschiedeten und ich meinte, dass ich mich nun mal auf den Weg zur MARTA-Station machen werde (Metropolitan Atlanta Rapid Transit Authority – MARTA) fragte er mich ob ich schon ne Fahrkarte hatte – nein hatte ich nicht – kurzerhand gab er mir seine Karte und meinte die sei noch 35$ wert und ich könne sie haben, wenn ich möchte.
Angekommen in Atlanta, Besitzer einer Monatskarte des Atlanta-Underground Systems und
2 Minuten später bekam ich einen Anruf von Carolyn’s Mutter (Carolyn ist die Mitbewohnerin von Teresa aus Flagstaff, falls sich das jemand fragt) und sie berichtet mir das ich vom Bahnhof direkt abgeholt werde.

Ich kann bis auf den Inder (wobei er mich schlussendlich doch auch befördert hat) über keine einzige Person in 3 Monaten beschweren!

Die Holde Katrina


oder: ‘Mein Charger hat keine Traktion bei nassen Straßenbedingungen’

Der Flugmarathon nach New Orleans war überstanden. Ankunft 00:13 Uhr Ortszeit NOLA – Central Time.
Es war nun also schon Sonntag, Samstags gegen Mittag habe ich mich mit Fish und Ana auf den Weg gemacht gen Airport, da dies eine Geschichte für sich war, berichtete ich ja schon.
Nun also erstmal das Gepäck abholen und dann schauen wie ich nach Slidell komme.
Nach Slidell wollte ich, da ich auf den Bahamas die Bekanntschaft mit Richard gemacht habe, ein Althippie, der nun für sein Rentenalter sich ein Haus auf den Bahamas baut (wohl gemerkt nicht das Erste, Surfers Haven gehörte einst ihm). Wir haben uns so gut verstanden und die ein oder andere Flasche Wein zusammen geleert und ich habe ihm von meiner Reise erzählt und gesagt, dass mich meine Reise nun nach New Orleans führt, dass er mir sein Haus in New Orleans als Unterkunft angeboten hat. Er selbst war bzw ist noch bis zum 21.11. auf den Bahamas und er mag es nicht wenn sein Haus leer steht, daher rief er kurzerhand seiner Nachbarin an und erzählte ihr, sie solle den Schlüssel unter den Fußabtreter legen (was ich zu dem Zeitpunkt nicht wusste war das das Gespräch der beiden nie beendet werden konnte und in der Mitte abbrach – dazu aber später mehr).
Nun war ich also in New Orleans, wartete auf meinen Rucksack.
Das Gepäckförderband war gnädig mit mir und brachte meinen Rucksack als eines der ersten Gepäckstücke (kurz darauf stockte es für 1 Stunde und das nette Ehepaar welches ich noch am Flughafen von Miami getroffen habe steht wohl noch heute da und wartet auf ihr Gepäck), doch schon aus der Ferne konnte ich sehen, dass er nicht so aussieht wie ich ihn gepackt hatte, lag entweder daran, dass die Kermit der Frosch Boxershort halb aus dem Rucksack ragend auf dem Förderband geschleift wurde oder daran das ein weißer Zettel mit der Aufschrift: ‘Your bag had been checked’ …lalala alles wieder ‘replaced’ an der Seite hing – hab ich mal so hingenommen, ich mein es sah so aus als wäre mehr drin als davor, schliesslich konnte man ihn nicht mehr schliessen. Nichtsdestotrotz wollte ich nun mein Glück versuchen und mit halb-offenem Rucksack in Richtung Slidell aufbrechen, zuerst musste ich feststellen, dass kein Shuttle mehr fuhr um 1 Uhr in der Nacht. Nun gut, dann eben ein Taxi mit jemandem teilen, zuerst fuhr niemand nach Slidell, desweiteren kostet die Taxifahrt knappe 120 Euro!! Dann entschied ich mich eben dazu mal bei den Mietwagen-Gesellschaften vorbei zu schauen und zu überprüfen was die so an zu bieten haben. Auf nach Alamo! Nein. Nicht das Alamo, den Autovermieter meine ich.
Das Problem an Alamo war jedoch, dass sie nach 24 Uhr ihr System runterfahren und niemanden ohne Reservierung mehr reinnehmen können. Gut dann eben zu Avis. Da stand so ein kleiner Dogde rum, der gefiel mir schon ein wenig. Lange Rede kurzer Sinn, 2 1/2 Tage mit dem Auto sind genauso viel für mich (da unter 25 Jahren extra Versicherungskosten dazu kommen), dafür bin ich ‘frei’. Keine weiteren Kosten für Transport oder ähnliches.
Also mit einer Karte die genau bis auf den Freeway neben dem Flughafen ging und dann erst wieder aber New Orleans Downtown zu verwenden war. Das Gute daran war wenigstens, dass es mitten in der Nacht ist, ich mit einem teuren Sportwagen alleine, durch die gefährlichste Stadt Amerikas fahre ohne zu Wissen wo man sich aufhalten darf und welche Nachbarschaften man eher meidet. Ich wusste das Slidell in etwa eine Stunde vom Flughafen entfernt war, erst in die Stadt, dann durch die Stadt, dann wieder aus der Stadt heraus und auf die andere Seite des Sees, da muss dann irgendwann Slidell kommen, ich wusste immerhin welche Ausfahrt ich vom Freeway nehmen musste, aber das Problem an der Sache war, Slidell ist eine kleine Stadt (für amerikanische Verhältnisse – um es zu durchqueren braucht man auf dem Highway knappe 15 Minuten, d.h. mit 70 Meilen ne Viertelstunde lang brettern, da bin ich halb in Stuttgart und da hört erst Slidell auf) sprich, ich habe keine Ahnung wo, wie wann ich in der Stadt dann weiter auf der Suche nach dem richtigen Haus sein soll, egal, bin einfach weiter gefahren, durch New Orleans durch und wieder raus – war eigentlich ganz einfach, doch dann kam Slidell, ein durcheinander von kleinen Siedlungen, durchzogen von Brücken und Kanälen, den einzigen Anlaufpunkt den ich noch hatte war ein Wasserturm, an den ich mich aber leider erst nach einer Stunde durch die Stadt irren erinnert hatte. Tatsächlich, es war ganz einfach. Wasserturm, schwarzer Sportwagen in der Einfahrt, ich hatte es geschafft und habe nur 2h benötigt, sprich es war halb 4 in der Nacht.
Aus dem Auto gesprungen zur Türe gegangen, doch da war kein Schlüssel unter der Matte. Also gut, im Auto geschlafen, mehr oder weniger, um 7 war Schluss, eine Nachbarin führte ihren Hund spazieren und schaute skeptisch, wie sich später herausstellte war dies die Freundin und Haushälterin von Richard, die aber nicht recht wusste, dass ich wirklich komme da Richard 1. gerne viel trinkt und gerne viel erzählt 2. das Gespräch mit ihr mitten drin unterbrochen wurde und sie dann noch weniger daran geglaubt hatte, dass jemand kommt.
Wie sich dann herausstellte wollte sie sogar schon die Polizei anrufen aufgrund eines verwahrlosten jungen Herren der auf privatem Grund in einem Dodge Charger kampiertem zum Glück kam es nicht dazu.
Linda, so lautet ihr Name, hatte gerade Besuch von ihrer Tochter, sie selbst ist in Richards Alter und plant auch bald auf die Bahamas zu ziehen, wir verstanden uns prächtig und ich wurde von den beiden zum abendlichen Essen in ihr Haus eingeladen, 2 mal, ich erzählte ihnen von meiner Reise und den Erlebnissen und die Sorgen meiner lieben Eltern und Ängste meiner Uroma, aber ich soll von Linda liebste Grüße ausrichten und sie bräuchten (bzw ihr braucht euch) keine Sorgen machen, ich sei ein anständiger Kerl, der ohne Probleme so eine Reise machen kann, außerdem hat er nun (habe ich nun) immer eine Anlaufstelle in New Orleans und nochmals liebste Grüße. Die ganze Fürsorge um mich hat mich doch sehr an meine liebe Uroma erinnert was wirklich liebreizend war, ich glaub wenn ihr euch sprachlich verstehen würdet, dann hättet ihr einen Heidenspaß!
(Ich hab bestimmt dort alleine 5 Kilo zugenommen, da ich immer essen musste und Essen aufgeladen bekommen habe auch wenn ich nicht mehr wollte ;) vielleicht erinnert das ja jemanden an jemand)
Ich wurde bestens ausgestattet mit Wissen in und um New Orleans, so dass ich fast den ganzen Touristenkram auslassen konnte und nur in Bar’s war in denen sich ‘die Gestalten’ von NOLA rumtreiben, was einen Reiz für sich hatte, nichtsdestotrotz, habe ich mich natürlich auch auf die berühmt berüchtigte Bourbon-Street gestürzt und zu guter Blues-Musik einen Single Malt geschlürft!
Doch das Angebot an Musik ist fast schon zu viel, an jeder Ecke, in jeder Kneipe spielt eine andere Band und das fängt morgens schon an! Doch hat die Stadt und vorallem das French Quarter einen ganz besonderen Reiz.

Randnotiz: Die letzte Nacht verbrachte ich am Flughafen ‘schlafend’ da es von dort aus einfacher war zur Zugstation zu kommen, auf welcher ich morgens um 6 sein musste um nach Atlanta zu kommen, nach 13h Zugfahrt bin ich dort wohlbehalten angekommen und genieße nun die letzten meiner Tage in den Staaten!
Wohnen in einer Siedlung in der Katrina durchwütete, durch welche sogar genau das Auge Katrinas ging ist überaus positiv, wenn es sich dabei um eine der ‘weißen Spießer’-Siedlungen handelt, denn diese sind alle komplett neugebaut und max. 4 Jahre alt.

Ach, ich Übrigen, es gibt keine tollen Bilder aus New Orleans, mir wars da zu regnerisch.

Bildnachlese: Surfers Haven


Ein paar Impressionen der vergangenen 10 Tage.

Eleuthera is not for everybody but definitely for me!

Auch im Paradies gibt es Hürden


oder: ‘Ich weiß nicht ob das Auto schwimmen kann’

Taxifahrer fahren nicht mehr vom Flughafen in die Stadt bzw auch nicht umgekehrt.
Diese Tatsache muss schon von Bedeutung sein, da die Fahrt dem Fahrer 50$ einbringt und 50$ sind nun mal 50$, dafür würde man für gewöhnlich auch etwas auf sich nehmen, doch nicht am Tag als ich vom Paradies wieder zurück in die ‘wahre’ Zivilisation wollte, es war als wollte mir die Insel sagen (hört sich an wie aus ‘Lost’ – ‘die Insel hat eine Nachricht für dich’) das es noch nicht die Zeit war um zu gehen.
Nichtsdestotrotz und da wir noch einen Mietwagen hatten und nur Tom’s neue Gäste am Flughafen feststeckten und wir daher die Information hatten, dass Taxifahrer nicht mehr fahren, entschieden wir uns dafür in den Süden zu fahren zum anderen Flughafen, da man dort nicht die ‘Glass Window Bridge’ überqueren muss, an der das dunkelblaue fast schwarze Antlantikwasser durch eine 3m breite Öffnung mit unwahrscheinlichem Druck in das türkis-kristallfarbenen Karibikwasser einströmt (engstelle mit viel Druck heißt bei starkem Wellengang und Wind bei einer Höhe von 10m über dem Meer, dass hier alles regelmäßig von großen Brechern überflutet wird und es schlichtweg zu gefährlich ist die Stelle zu passieren, erst die Nacht davor hat es einen Pickup erwischt, der die Welle einfach nicht gesehen hat und dann gegen die Leitschiene gedrückt wurde).
Also auf dem Weg in den Süden (höchste Erhebung der Insel 38m – im Schnitt aber nur ein paar Meter über Meeresspiegel) nach einer halben Stunde fahrt standen aufgebrachte Bahamians am Straßenrand und schon aus der ferne konnten wir sehen, dass hier an einer der Stellen die ein wenig näher am Meeresspiegel lagen, Wasser mit unheimlichem Drück über die Insel schoß und somit das Land hier knapp 2m unter Wasser stand (sprich unpassierbar für unseren kleinen Chevi), also umgedreht und in Richtung Norden gefahren, in die Richtung aus der nicht einmal mehr einheimische Bahamians kommen wollten.
Dies ging soweit gut, bis ein großes Schild mit der Aufschrift ‘ROAD CLOSED’ (Übersetzung an dieser Stelle glaub ich nicht nötig) uns entgegen kam, zu dem Zeitpunkt 1,5h unterwegs im Auto (30min in Süden, 30min zurück, 30min in Norden), entschied sich Fish einfach dazu mal am Schild vorbei zu fahren und nach 5 Minuten sahen wir schon das Problem – die Straße war auch in diese Richtung überflutet, doch dieses Mal nicht ganz so tief und wir sahen uns entgegekommend auch andere Fahrzeuge, also gesagt getan, durch den Fluß gefahren, welcher wohl einst die Straße war und trotzdem das das Wasser knappe 40cm hoch war haben wir es geschafft und ich konnte pünktlich einchecken, zu einem 4 Flüge Marathon nach New Orleans.

Another Day in Paradise


oder: Happy-Hour at Surfers Haven

Nach 2,5 Monaten auf USA-Tournee wurde es Zeit für eine Auszeit und der Trip im Trip, der Urlaub vom Urlaub stand bevor, 10 Tage auf den Bahamas, genauer Gregory Town, im kleinen Gasthaus Surfers Haven.
Mein Flug von Miami ging um 7 Uhr, daher, auch wenn es nur ein kurzer Flug ist, musste ich um 5 auf dem Flughafen sein, was da wieder hieß das Airport Shuttle kommt um 4.15 um mich abzuholen und wie im letzten Eintrag schon beschrieben gab es unterwegs ein paar Komplikationen, welche zwar alle geregelt werden konnten, aber trotzdem die Ankunft um etwa 15 Uhr im Surfers Haven, die Erlösung war. Erschlagen von der Schönheit des Ortes und der atemberaubenden Aussicht meines Zimmers und des Brandungsgeräusches im Ohr war an diesem Tag um 18 Uhr, nach einem kleinen Snack schluß (völlig ungewohnt, 17 Uhr stockdunkel, aber immernoch 25°). Der nächste Tag begann dafür umso früher, Sonnenaufgang am Strand und kurzer Abstecher ins Meer. Mittags musste Einkäufe erledigt werden und da der nächste ‘Supermarkt’ (nach unseren Standarts ist das kein Supermarkt, aber ich finds klasse) lag 3 Meilen entfernt, also los gings, Schuhe geschnürt und marschiert.
Doch nach knapp 5 Minuten konnte ich wieder erfahren was es heißt auf einem Flecken Erde zu sein, der vom Massentourismus verschont geblieben ist, an dem die Menschen noch wie vor 50/60 Jahren leben (Einheimische haben mir gesagt das Eleuthera heute so ist wie es auf Hawaii in den 50ern war, relaxed, mellow, laid-back, einfach entspannt, hier herrscht kein Neid, hier ist jeder freundlich, winkt wenn er mit dem Auto vorbeifährt), eine in etwa 65 jährige ‘Bahama Mama’ mit ihrer Enkeltochter hielt an und fragte mich ob ich in die Stadt möchte, Einkäufe wurden erledigt und auf dem Rückweg passierte erneut das selbe, Pick-Up Ladefläche – läuft!
Abends durfte ich aber erfahren was es hieß noch wie in den 50ern zu Leben, ein Tropensturm zog auf, es regnete und windete, folge dessen war – der Strom fiel aus – Tom der Betreiber des ‘Hotels’ (auch kein Hotel im hoteligem Sinne’) meinte darauf nur, dass wir am besten uns die Zeit nun mit ner kleinen Runde Poker vertreiben (er seinerseits spielt täglich mindestens 3h Poker, wenn er nicht mit dem trinken von alkoholischen Getränken, surfen, Surfstunden geben oder dem Rauchen von grünen Kräutern beschäftigt ist).
Die restlichen Tage verliefen ereignislos – was soll man denn da auch viel schreiben, das würde nur alles noch mehr Neid auslösen – es interessiert doch keinen das ich 10 Tage lang damit verbracht habe nichts zu tun, außer mit ‘Fish’ – Manex und Inger Ane bzw. Anna, entweder gegessen habe, in der Sonne gelegen bin und Cocktails getrunken habe, über die Insel gefahren bin von Bar zu Bar bzw von ‘Da Spot’ zur Beach Bar, zu Daddy Joes, zum Bottom Harbor Beach Club mit DoubleDee der Betreiberin des Beach Clubs (Name ist da Programm), zu unserer Stammkneipe ‘elvinas’ und Musik gehört haben oder gemütlich ins Dorf gelaufen sind (was nie funktioniert hat, da wir immer mitgenommen wurden).
Auf den Bahamas, da ein ehemaliger Part des Britischen Empires herrscht Linksverkehr, die Hauptstraße auf Eleuthera (es gibt nur eine Straße von Nord nach Süd bei einer breite der Insel von max 2,5 Meilen) der Queens Highway ist in schlechterem Zustand als die Kusterdinger Straße und vorallem aber auch schmaler!
Auf Eleuthera gibt es nur freundliche Menschen, trotz Arbeitslosigkeitsrate von mehr als 80%, es gibt so gut wie keine Polizei, wenn man während des Autofahrens nicht trinkt oder sich gerade seine Cocktails beim Fahren mixt, kann es desöfteren vorkommen das Joints im Auto herumgereicht werden, das Gras wird hier von den meiste selbstangebaut, hier kennt jeder jeden oder ist mit jemandem verwandt (180 km lang, 2 km breit, 8000 Einwohner).
Eleuthera ist nicht für jeden, es ist definitiv für mich, selten einen Ort gesehen an dem man sich so schnell zuhause und willkommen fühlt, an dem jeder egal wie berühmt, gut oder sonst was is, sich mit einem ganz normals unterhält, hier ist jeder völlig ‘down-to-earth’, der gerade erst als bester Tattoo-Artist in Kanada ausgezeichnete Fabrizio, unterhält sich mit dir genauso über alltägliche Sachen (er is wohl nur in seiner Szene berühmt, aber Leute warten 1 – 2 Jahre um sich von ihm tätowieren zu lassen!) wie der Bassist von Lenny Kravitz und Madonna (ich kanns immernoch nich glauben^^ er bedankt sich bei mir, dass ich mit Fish und Anna zu deren Auftritt gefahren bin und er freute sich uns zu sehen).
Kravitz selbst, welcher ein Tonstudio auf der Insel hat kommt desöfteren vorbei, aber hauptsächlich nur zum Auspannen und wenn ihm danach ist, geht er auch ‘rüber’ ins Elvinas und spielt ne Runde mit den Jungs. 2 Wochen bevor ich ankam war Mick Jagger noch hier und das an einem Ort an dem man sich damit auseinander setzen muss, dass es nicht mit der für Touristen aufpolierten Strandlandschaft zu tun hat, nicht das es hier keine Strände gibt, aber hier ist alles noch natürlich, was auch heißt man muss sich mit dem Ungetier auseinander setzen, welches überall ist, aber das ist egal und muss so sein!

Eleuthera, ein Ort den ich nur jedem empfehlen kann, es wird nicht jedem gefallen, aber es ist wirklich einer der schönsten Orte den ich je gesehen habe.
(Anna und ich denken darüber nach uns hier ein Haus zu kaufen;)^^)

Nun noch ein paar Bilder, die Bilder können nicht im geringsten das einfangen was es hier zu sehen gibt. Leider.

Daher gibts erstmal keine :P

(kein Grund zur Sorge, kommt noch, aber Verbindung is gerade zu schlecht um Bilder hochzuladen)

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